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 Erhebliche Sicherheitsmängel am Flughafen Frankfurt am Main
 

Erhebliche Sicherheitsmängel am:
Flughafen Frankfurt am Main

Dieses Thema war bei Sat.1
im Frühstücksfernsehen

hier klicken für das Sat.1 Video

 

Drehkreuz Frankfurt. Der größte Flughafen Deutschlands mit jährlich rund 61 Millionen Fluggästen aus aller Welt. Potenzielles Anschlagsziel. Bei den Fluggast- und Gepäckkontrollen entscheidet sich, ob ein Terrorist es schafft eine Bombe mit hochexplosivem Sprengstoff zu schmuggeln.

In der Vergangenheit wurden die Sicherheitsmaßnahmen am Frankfurter Flughafen schon häufiger mit katastrophalen Ergebnissen getestet. Immer wieder versprach der Flughafen Besserung.

Geändert hat sich leider wenig. Hier befinden sich noch immer die gefährlichsten Sicherheitslücken, die wir bisher aufgedeckt haben.

Wie der Stern im März 2015 in seiner Ausgabe berichtet, gelang es einem Reporter innerhalb von zehn Minuten unbehelligt von einer öffentlichen Straße bis auf das Flugvorfeld vorzudringen. Niemand habe den Versuch gemacht, ihn aufzuhalten oder zu kontrollieren. Verantwortlich für die Überwachung des Flugvorfeldes ist die Bundespolizei.

Auch der MDR testete im Oktober 2016 am Frankfurter Flughafen den Sicherheitsbereich an den Gepäckbändern mit desaströsem Ergebnis. Verantwortlich für die Überwachung der Terminalbereiche ist die Bundespolizei.

Bei verdeckten Kontrollen haben auch Prüfer der EU-Kommission immer wieder gravierende Sicherheitsrisiken festgestellt: Den Prüfern sei es z.B. bei jedem zweiten Versuch gelungen, Waffen oder gefährliche Gegenstände durch die Passagierkontrolle zu schmuggeln.

Laut einem Bericht des Focus vom Dezember 2014 drohte deshalb die EU-Kommission schon 2014 damit, dem Flughafen Frankfurt die Schengen Vereinbarung zu entziehen und ihn als "Non-Schengen-Airport" einzustufen. Dann müssten sich Flugreisende, die über Frankfurt fliegen, bei der Einreise in andere EU-Länder einer erneuten Sicherheitskontrolle unterziehen, wo die Sicherheitsmaßnahmen dann auch greifen. Verantwortlich für die Kontrolle der Fluggäste sowie des von ihnen mitgeführten Hand- und Reisegepäcks ist die Bundespolizei.

Wir nahmen die Berichte zum Anlass, mit dem Sat.1 Frühstücksfernsehen erneut zu testen, wie es nun Ende Oktober 2017 am Frankfurter Flughafen um die Sicherheitsvorkehrungen (fast ein Jahr nach dem Anis Amri Anschlag im Dezember 2016 auf den Berliner Weihnachtsmarkt) bestellt ist. Leider wieder mit erschreckendem Ergebnis.

Eine Woche nach den Dreharbeiten für das Sat.1 Frühstücksfernsehen, über die gravierenden Sicherheits-lücken am Frankfurter Flughafen, berichtete der Fernsehsender N24   über einen 24 Jahre alten Mann aus Algerien, der einfach über einen Zaum des Frankfurter Flughafens kletterte und dann auf dem Flugvorfeld herum spazierte. Er reiste dafür extra aus Essen an, wo er einen Asylantrag gestellt hatte. Die Bundes- und Landespolizei hatten von dem Eindringling in den hochsensiblen Sicherheitsbereich selbst nichts bemerkt. Erst als der Mann einen Lufthansa-Mitarbeiter auffiel, begann die Polizei ihn zu suchen.

Zusammen mit dem Sat.1 Frühstücksfern-sehen hat der Kriminologe Udo Hagemann unterschiedliche Tests gemacht. Das desaströse Ergebnis sehen Sie in diesem Beitrag.

Folgende Tests wurden durchgeführt:

1. Kann ich als Fluggast einfach so mit einem Koffer voller Bargeld, gefälschter Markenware oder Zigarettenstangen an der Zollkontrolle vorbeikommen?

2. Ist es möglich, ohne ein Fluggast zu sein, in sicherheitsrelevante Bereiche zu gehen?

 

Unser Test beginnt mit einem Koffer voller Geld.

Immer mehr Terroristen finanzieren ihre Gewalttaten mit Bargeld, da Überweisungen, ab einer bestimmten Höhe, sofort auffallen würden. In diesem Koffer befinden sich 300.000 Euro* in Hundert-Euro Scheinen. Jedes der 30 Päckchen hat einen nominalen Wert von 10.000 Euro*. Wir hatten fest damit gerechnet, dass bei einem Flug mit dem Geldkoffer als Handgepäck, dieser sofort bei der Sicherheitskontrolle auffallen müsste, da er bei der Röntgenkontrolle durchleuchtet wird.

Bei einem Testflug wurde der Inhalt an der Handgepäck-kontrolle, in der Verantwortlichkeit der Bundespolizei, ohne Beanstandungen geröntgt. Der Koffer musste nicht geöffnet werden.

Somit wären 300.000 Euro* Bargeld ohne Zollanmeldung in Deutschland einfach so verschwunden.

Ein Eldorado also für Terroristen oder Schwarzgeldausführer. Viele Länder haben gar kein Bargeldlimit - z.B. die Schweiz oder das arabische Emirat Katar. Dort ist es möglich, Geld in unbegrenzter Höhe legal aus dem Land auszuführen.

Man könnte meinen, sobald man nun am internationalen Flughafen in Frankfurt angekommen ist, geht man von der Maschine - innerhalb des Sicherheitsbereiches - direkt zum Gepäckband. Am Ausgang der Gepäckbänder wartet dann der Zoll, der die Koffer, sowie auch das Handgepäck, einer genauen Prüfung unterzieht. So ist das an den meisten Flughäfen - Weltweit. Dachten wir zumindest.

Aber in Frankfurt ticken die Uhren wohl etwas anders - denn bei unserem Test ging es mit Hilfe des Frankfurter Flughafens auch ganz ohne den deutschen Zoll - und das an so einem internationalen Drehkreuz.

Diese schweren Sicherheitslücken liegen zum Teil auch an den baulichen Gegebenheiten des Frankfurter Flughafens. Im Terminal 1, in den Abflug-Bereichen A und B befinden sich die Zugänge für die Gepäckausgabe (siehe Bild) der ankommenden internationalen Fluggäste. Der Zugang zu diesem Bereich befindet sich allerdings im Abflugbereich des Flughafens, den jeder betreten kann. Die Ausgänge zur Straße sind nur einige Meter weit entfernt. Somit kann auch jeder, der kein Fluggast ist, diesen Bereich ohne Kontrollen betreten. Dazu aber später mehr.

Bei unserem Test sind wir mit dem Geldkoffer aus dem internationalen Bereich in Richtung Gepäckausgabe gelaufen. Wenn jemand (z.B. ein Terrorist) den Geldkoffer oder etwas anderes wie z.B. stangenweise Zigaretten, gefälschte Markenware oder Gegenstände, die aus Tierteilen hergestellt wurden, (Artenschutz) vor der Zollkontrolle loswerden will, ist das leider in Frankfurt sehr einfach möglich. Auch das Auslegen von Sprengstoff ist im Sicherheitsbereich problemlos machbar.

Bei dem Test mit dem Sat.1 Frühstücksfernsehen haben wir uns beim Thema "Schmuggel" auf den Geldkoffer beschränkt.

Am Eingang der Gepäckausgabe wartete der Sat.1 Reporter (er kam direkt von der Straße dorthin) bis der Geldkoffer an ihn übergeben wurde. Danach spazierte er mit dem Geldkoffer aus dem Flughafen, während Udo Hagemann weiter zu den Gepäckbändern lief.

Somit konnte er dann auch den Zollbereich ohne Probleme verlassen, da er nichts mehr bei sich hatte, was anzumelden war.

Viele Länder erlauben z.B. die Ausfuhr von Zigaretten in unbegrenzter Menge. Ein Beispiel sind die Kanaren. Dort sind die Zigaretten billig und selbst noch im Shop hinter den Sicherheitskontrollen zu kaufen.

 

Test 2: Koffer klauen leicht gemacht

Wenn man den Flughafen Frankfurt am Terminal 1 von der Straßenseite aus betritt, ist es für Jedermann möglich, auch ohne ein Flugticket, sich in den Sicherheitsbereich zur Gepäckausgabe zu begeben. Der Eingang sowie jedes Gepäckband ist selbstverständlich auch mit Kameras überwacht. Der Fluggast soll sich ja sicher fühlen.

Bei unserem Test kamen Flugzeuge aus Toronto, Dubai, den Kanaren, Türkei, London, Tunesien sowie aus Kairo an. Als wir den sicherheitsrelevanten Bereich für die Gepäckbänder betraten, waren nur vereinzelte Personen anwesend. Direkt an den Gepäckbändern gab es Sitzmöglichkeiten, die das gesamte Kamerateam dann auch nutze, um abzuwarten bis sich der Bereich mit mehr Menschen füllte, die Ihren Koffer abholen wollten.

Teilweise dauerte es bis zu einer halben Stunde bis die Passagiere vom Fluggaststeig zu den Gepäckbändern kamen. In  dieser Wartezeit saß unser Kamerateam fast alleine im Sicherheitsbereich. Niemand hat uns angesprochen. Keiner interessierte sich für uns. In dieser Zeit stellten wir auch fest, dass der Zoll überhaupt nicht mit Beamten besetzt war.

Die Diensträume waren leer. Es machte den Eindruck, dass Zollbeamte wohl nur dort anwesend sind, wenn die Koffer der Passagiere am Gepäckband ankommen, um beim Verlassen des Bereiches die Koffer zollamtlich abzufertigen.

Da stellte sich uns natürlich sofort die Frage: Wenn jemand etwas schmuggeln will und einfach so lange wartet, bis alle Passagiere ihren Koffer durch den Zoll gebracht haben, ist es dann möglich, einfach später durch den Zoll zu gehen wenn kein Beamter mehr zu sehen ist?


 

Das haben wir natürlich sofort getestet. Bei diesem Test war es auf jeden Fall mehrfach möglich und erschreckend einfach. Als dann die Passagiere aus Toronto (Kanada) und Kairo (Ägypten) zu dem Gepäckband strömten und die Koffer dort eintrafen, war es uns wiederum mehrfach möglich, einfach einen fremden Koffer vom Band zu nehmen und damit den Sicherheitsbereich zu verlassen. Niemand hat uns aufgehalten, auch der Zoll nicht. Somit hatten wir einen fremden Koffer eines Fluggastes aus Toronto "gestohlen". Selbstverständlich hat der Eigentümer sein Gepäckstück von uns sofort zurück erhalten. Er hatte überhaupt noch nicht bemerkt, dass sein Koffer nicht mehr da war und wartete noch geduldig am Gepäckband.

 

Der Betreiber Fraport und die Bundespolizei kennen das Problem schon länger

Wie der Focus berichtet reagierte der Flughafen-Betreiber FRAPORT, im Oktober letzten Jahres, auf deren Nachfrage darauf jedoch weit weniger alarmiert als erwartet: Ein Sprecher erklärte, dass dem Unternehmen diese Sicherheitslücke wohl bekannt sei. Er gab sogar zu, dass dieses Problem nicht nur im Bereich A, sondern auch im benachbarten Bereich B bestehe. Gepäckdiebe hätten auf diesem Wege bereits mehrfach Koffer gestohlen, sagte der Sprecher weiter.


Der Umbau ist dem Betreiber Fraport zu teuer

Der Betreiber wolle jedoch nicht handeln: „Die infrastrukturelle Situation ermöglicht es uns nicht, die Zugänge zur Gepäckausgabe vollständig baulich abzutrennen. Dies wäre nur mit enorm großen Investitionsaufwand und massivem Eingriff in die Infrastruktur möglich, bei gleichzeitigem Verlust der Funktionalitäten, zum Beispiel in der Halle B-Mitte“, erklärte der Sprecher.

 

Es ist mehr als fahrlässig und völlig unverständlich, dass der Betreiber hier keinen Handlungsbedarf sieht. Deshalb ist es umso verwunderlicher, warum der Betreiber und die obersten zuständigen Behörden hier keine Änderungen herbeiführen wollen. Die Sicherheitslage hat sich allein in den letzten Jahren mehr als verändert. In den 50er Jahren konnte man mit so einer Gepäckbandlösung leben, da sich damals niemand vorstellen konnte, dass Terroristen mit selbst hergestellten Sprengsätzen oder Selbstmordanschlägen versuchen Ihre Ziele durchzusetzen.  Deshalb unser letzter Test:

 

Test 3. Hochexplosiver Sprengstoff im Koffer

Bei unserem Test handelte es sich natürlich nur um eine Kofferatrappe. Ohne Fluggast zu sein, kann jeder zu den Gepäckbändern (auch mit Gepäck) in den Sicherheitsbereich laufen. Hier gibt es keinerlei Kontrollen. Der Zugang ist völlig frei. Das hier unverändert seit 30 Jahren diese Möglichkeit besteht, ist unverantwortlich. So ist es natürlich auch für Terroristen nicht schwer, dort Anschläge zu planen oder zu verüben. Verantwortlich für die Überwachung der Terminalbereiche ist die Bundespolizei.

Ein Koffer, der alleine im Terminal abgestellt wird, erregt natürlich sofort die Aufmerksamkeit. Ganze Terminals werden umgehend abgesperrt, um den Koffer gegebenenfalls zu entschärfen. Diese Maßnahme ist bei der heutigen Sicherheitslage zum Schutz aller enorm wichtig, auch wenn es sich häufig als Fehlalarm herausstellt.

Was aber wenn der Koffer überhaupt nicht als "herrenlos" erkannt wird? Beim Gepäckband ist das eher zu bezweifeln.

Sie kennen alle das Gedränge am Gepäckband. Viele Passagiere warten dort auf ihren Koffer, um dann schnell an ihr Ziel zu kommen.

Ein Bombenleger mit hochexplosivem Sprengstoff hat es im Frankfurter Flughafen wirklich leicht, von außen eine Bombe in den Sicherheitsbereich zu bringen und den Koffer mit dem Sprengsatz dann einfach auf das Gepäckband zu legen.

Danach würde er in aller Seelenruhe den Sicherheitsbereich verlassen. Wir wollen uns nicht ausmalen, wie viele Tote es gäbe, wenn der hochexplosive Sprengstoff im Koffer mit einer Fernbedienung gezündet würde. Das ist nur deshalb möglich, weil es dem Betreiber zu teuer ist diese Sicherheitslücke zu schließen. Selbst die Bundespolizei hat sich mit den baulichen Gegebenheiten abgefunden. Auf der offiziellen Homepage der Bundespolizei des Frankfurter Flughafens ist unter anderem folgendes zu lesen:

  • An erster Stelle ist die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main für zahlreiche grenzpolizeiliche Aufgaben zuständig,
  • Darüber hinaus ist die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main für die Passagier- und Gepäckkontrollen verantwortlich sowie für die Überwachung der Terminalbereiche und des Vorfeldes.
  • Kontrolle der Fluggäste sowie des von ihnen mitgeführten Hand- und Reisegepäcks unter Einsatz speziell geschulten Personals und moderner Luftsicherheitskontrolltechnik.
  • Maßnahmen bei der Feststellung von Gegenständen, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, z. B. durch Sicherstellung verbotener Gegenstände wie Waffen und Munition oder durch Entschärfung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen
  • Überwachung des gesamten Flugplatzgeländes

FAZIT unserer Tests:

Die Ergebnisse unserer Sicherheitstests am Frankfurter Flughafen waren alle erschreckend. Ein Test könnte für Passagiere sogar tödlich enden.

1.
Uns war es ohne Probleme möglich, 300.000 Euro* Bargeld im Handgepäck, auch nach der Röntgenkontrolle, die in der Verantwortung der Bundespolizei liegt, mitzuführen, ohne dass wir von irgendjemandem auf den Inhalt des Koffers angesprochen wurden.
2.
Relevante Sicherheitsbereiche am Frankfurter Flughafen können ohne Kontrolle direkt von der Straße aus betreten werden.
3.
Fremde können ohne Flugticket oder Bordkarte in den Sicherheitsbereich gelangen und Koffer von Fluggästen einfach stehlen, da es hier überhaupt keine Zugangskontrollen gibt. Trotz Kameraüberwachungen haben diese bei unserem Test keine Ergebnisse gebracht. Wir wurden nicht aufgehalten oder angesprochen, obwohl wir uns mehr als eine Stunde in dem Sicherheitsbereich aufgehalten haben.
4.
Den Sicherheitsbereich können Fremde mit hochexplosivem Sprengstoff von der Straße aus betreten, um dort Anschläge zu verüben.
 

Warum haben wir Ihnen das erzählt:

Für alle diejenigen, die jetzt lauthals schimpfen, dass wir mit unseren Tests Kriminelle nur auf die Idee gebracht haben, wie man Koffer klaut, Schwarzgeld außer Landes bringt oder Bomben legt, sei gesagt:

Dann müssten Fernsehsendungen wie z.B. "Aktenzeichen XY ungelöst" sofort auf den Index, damit Kriminelle nicht auf die Idee oder Tipps bekommen, wie man einen Mord begeht, einen Einbruch verübt oder ältere Menschen ausraubt. Kriminelle wissen genau wo es Sicherheitslecks gibt. Dazu benötigen sie nicht unsere Hilfe. Wir wollen aufklären und Missstände aufdecken, um dafür zu sorgen, dass diese schnellstmöglich abgestellt werden. Das geht nur mit Öffentlichkeit, um so den Druck auf die Betreiber zu erhöhen, diesen Missstand schnellstens zu entfernen.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn die zuständigen Stellen unseren Test zum Anlass nehmen, diese erhebliche Sicherheitslücke endlich zu schließen und den heutigen Sicherheitsstandards anzupassen.

Das Problem mit den unkontrollierten Zugängen zur Gepäckausgabe ist nicht neu, sondern besteht leider schon Jahrzehnte. Der Betreiber will dieses Problem einfach nur nicht abändern, weil es ihm schlichtweg zu teuer ist. Und das geht auf Kosten der Passagiere. Wenn so etwas nicht bekannt gemacht wird, bleibt so eine Sicherheitslücke dauerhaft bestehen. Wollen wir das?

Bei der Bundespolizei, dem Betreiber FRAPORT und dem Bundesinnenministerium als oberste Bundesbehörde werden die Zuständigkeiten hin- und hergeschoben. Die Bundespolizei behauptet, für die Gepäckbänder und für die Einfuhr von Bargeld über 10.000 Euro überhaupt nicht zuständig zu sein. Für Bargeld wäre die Bundesfinanzverwaltung die zuständige Kontrolleinheit. Für die Gepäckbänder wurde uns von der Bundespolizei die Landespolizei Hessen genannt, obwohl auf der Homepage der Bundespolizei etwas anderes zu lesen ist. (....Darüber hinaus ist die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main für die Passagier- und Gepäckkontrollen verantwortlich sowie für die Überwachung der Terminalbereiche und des Vorfeldes.)

Da stellt sich dann die Frage: Steht an der Handgepäckkontrolle dann auch ein Beamter der Bundesfinanzverwaltung? Normalerweise liegt das in der Verantwortung der Bundespolizei und informiert, bei einem entsprechenden Fund, erst dann die zuständige Behörde. Wie verhält es sich bei den Gepäckbändern? Wird erst bei einem Diebstahl die Landespolizei (wenn ja, von wem?) hinzugezogen? Bei unserem Test hat uns niemand aufgehalten, als wir Koffer "gestohlen" und sogar eine Bombenattrappe auf das Gepäckband gelegt haben.

 

Unsere Frage an die Bundespolizei sowie an den Betreiber Fraport lautet deshalb:

Muss es erst einen Anschlag mit vielen Toten geben, bis hier endlich Abhilfe geschaffen wird? Ist der Preis etwa dafür zu hoch? Ist es nicht besser vor einem Anschlag diese Lücke endlich zu schließen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Im Geldkoffer waren nur die obersten Scheine echt. Alles andere waren Musterscheine, die vom echten Geld leicht zu unterscheiden sind. Die Musterscheine wurden von der Deutschen Bundesbank als unbedenklich ausgewiesen.

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