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 Smartphones - Die Retter in der Not
 

Sicherheitsthema:
Smartphones - Retter in der Not

Dieses Thema war bei Sat.1
im Frühstücksfernsehen

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Glückliches Ende eines Entführungsdramas: Ein vorbestrafter Mann kidnappt in Leipzig ein zwölfjähriges Mädchen. Das Kind handelt erstaunlich besonnen und wird gerettet.

Der kurze Notruf kommt aus einem Transporter. Eine Zwölfjährige wählt den Notruf 110, nennt ihren Namen und sagt, sie sei entführt worden. Danach bricht die Verbindung ab. Dank der Beschreibung ortet die Polizei einen weißen Miettransporter auf der Autobahn. Der Kriminologe Udo Hagemann erklärt im Sat.1.Frühstücks-fernsehen warum Smartphones in solchen Situationen lebensrettend sein können.

Sondereinsatzkommandos rücken nach dem Anruf des Mädchens aus. Die Fahnder stoppen das Fahrzeug bei Lützen, nehmen den 36 Jahre alten Mann am Steuer fest und befreien das Mädchen, wie die Polizei mitteilte.

Zum genauen Hergang der Tat halten sich die Ermittler weitgehend bedeckt. „Wegen der besonderen Schutzbedürftigkeit des Mädchens werden wir dazu keine Angaben machen“, sagte Felix Mezger, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig. Damit bleibt zum Beispiel die Frage offen, ob die Zwölfjährige mit Gewalt in den Transporter gezwungen wurde oder ob der Täter sie angelockt hat.

Die Entführung begann im Leipziger Stadtgebiet. Gegen 15.30 Uhr ging der Notruf ein. Das Mädchen sei inzwischen wieder bei seinen Eltern, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki. Es sei erstaunlich gefasst gewesen.

 

Auf dem App-Markt gibt es eine Vielzahl an Notruf-Apps. Alle haben eines gemeinsam: Sie können in solchen Situation Leben retten.

Diverse Notfall-Apps versprechen, das Smartphone in Notsituationen zum Retter zu machen. Der Markt dafür ist durchaus sehr vielseitig. Doch braucht man überhaupt eine App? 110 oder 112 ist doch schnell eingegeben, meinen viele. Das Telefon muss dafür nicht entsperrt werden, da die Notruftaste auch auf dem Sperrbildschirm wählbar ist.

Viele Mobiltelefone haben zudem eine Notruffunktion. Bei speziellen Senioren-Handys rufen sie etwa mehrere, vorab festgelegte Nummern an. Bei manchen wird die Schleife unterbrochen, wenn am anderen Ende ein Anrufbeantworter anspringt. Der Angerufene sollte aber wissen, wer anruft, um nicht einfach aufzulegen. Darum sollte das mit den Nothelfern vorher besprochen und ausgemacht werden, was im Ernstfall zu tun ist.

Wem die Funktionen des Telefons nicht ausreichen, kann zu den Notfall-Apps greifen. Die gibt es etwa für Outdoor-Sportler, für Risikogruppen wie Herzpatienten oder für Eltern, die ihre Kinder überwachen wollen. Auch für Gehörlose sind spezielle Programme für das Smartphone erhältlich.

Doch was bringen die kleinen Helfer-Programme in Notsituationen? „Grundsätzlich sind sie meist gut“, sagt der Kriminologe Udo Hagemann vom kriminaltechnischen Institut Bundpol Security Systems aus Berlin. Doch man sollte bei der Wahl der App genau hinschauen. Denn in den Funktionen können sie sich unterscheiden – und Extras lassen sich die Anbieter häufig zusätzlich bezahlen.

Was die meisten Apps gemeinsam haben, ist eine schnelle Notruf-Option. Häufig geht das laut Hagemann mit einem Klick. Doch bereits an dieser Stelle unterscheiden sich die Apps. Manche rufen direkt in einer Rettungsleitstelle an. „Dann muss man selbst jedoch noch sprechen können“, erklärt Hagemann.

Bei anderen Apps geht der Notruf über eine eigene Zentrale. Die können den Notruf weiterleiten, auch wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, zu sprechen oder in einer Bedrohungssituation gar nicht sprechen kann. „Anhand der Daten zur Person und zum Standort wissen sie, wer dran ist und wo man ist“, erklärt Hagemann. Allerdings ist der Service mit eigener Zentrale in der Regel kostenpflichtig. Auch beim Datenschutz kann man seine Bedenken haben, findet Hagemann: „Das ist die Schattenseite. Man kann dann immer geortet werden.“

Bei vielen der Apps sind Notrufe über einen Tastendruck und das Hinterlegen von Informationen sowie Notfallnummern noch kostenlos. Viele weitere Funktionen lassen sich Hagemann zufolge erst über In-App-Käufe freischalten. „Von zwei bis über zehn Euro können dann im Monat fällig werden“, sagt Hagemann. Vorsicht: Meist sind das Abos. Mit einer einmaligen Zahlung ist es dann also nicht getan. Stattdessen wird der Betrag für die Zusatzleistung jeden Monat fällig.

Eine dieser Extrafunktionen können automatische Notrufe sein, wenn der Smartphone-Nutzer selbst nicht mehr in der Lage ist, einen Notruf abzusetzen. Laut Angaben der Hersteller haben diese Apps eine eigene Unfallerkennung, die registriert, wenn man in Schwierigkeiten ist und automatisch Hilfe holt. Außerdem kann der Nutzer einen Zeit-Alarm aktivieren, der selbstständig Hilfe ruft, falls man auf Interaktionen der App in bestimmten Zeiträumen nicht reagiert.

Grundsätzlich gilt aber: Ohne eine Netzverbindung sind auch die meisten Notfall-Apps auf dem Smartphone hilflos.

 

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